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Entstehungsgeschichte der Heimatkreisgemeinschaft Militsch-Trachenberg

Der Grenzkreis Militsch- Trachenberg war mit 930 Quadratkilometern der größte und landschaftlich schönste der insgesamt 18 Landkreise des Regierungsbezirkes Breslau und mit  48.000 Einwohnern,  also 53 Einwohnern pro Quadratkilometer der am dünnsten besiedelte Kreis von ganz Schlesien. Ein reiner land- und forst- und teichwirtschaftlicher Kreis mit fehlender Industrie. 82 Kilometer der Kreisgrenze waren auch Reichsgrenze zu Polen, der früheren Provinz Posen.

Flucht und Vertreibung  aus der Heimat 1945

Der Letzte Landrat von Militsch war Dr. jur. Hans Friedrich Le Tanneux von Saint Paul. Er wurde nach der Vertreibung in Hannover sesshaft und war der Erste, der zum „Sammeln“ der Weitverstreuten aufrief. Die ehrenamtliche Betreuung seiner Landsleute erfolgte  unter schwierigsten Umständen und mit kärglichen Mitteln. Er  begann  die Adressen bei jeder sich bietenden Gelegenheit aufzuschreiben und zu sammeln  um eine Kontaktaufnahme zu den Weitverstreuten zu ermöglichen.  Nach 1945 entstanden die Patenschaften für Heimatvertriebene. Das Land Niedersachsen übernahm 1951 die Patenschaft für Nieder- und Oberschlesien. Beim Schlesiertreffen in Hannover am 26.6.1955 ist aus der Kreisorganisation durch die Wahl eines Vorstandes die Heimatkreisgemeinschaft Militsch-Trachenberg entstanden. Landrat Dr. von Saint Paul wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt. Nach seiner Wahl konnte er sich dann um einen Patenkreis für die Militsch-Trachenberger bemühen. Durch Vermittlung von Diplomlandwirt William Kampe ( der 1970 die Geschäftsführung der Heimatkreisgemeinschaft Militsch-Trachenberg  als Nachfolger von Johannes Anders übernahm)  war der Landkreis Springe zu Gesprächen in dieser Hinsicht bereit.

In der Sitzung des Kreistages am 25.2.1957 ist die einstimmige Übernahme der Patenschaft vom Landkreis Springe beschlossen worden.Die feierliche Übergabe der Patenschaftsurkunde erfolgte am 17.6.1957 in einem Festakt im Volkspark Springe. Die Stadt Springe wurde damit offizieller Sitz der Heimatkreisgemeinschaft Militsch-Trachenberg

Saint Paul
Landrat a.D. Dr. von Saint Paul erhielt bei der Patenschaftsfeier als Annerkennung für seine seit 1945 geleistete Arbeit ein von dem bekannten Bildhauer Helmut Benna aus Holz geschnitztes Wisenttier mit der Widmung: "Unser Dank ist die Treue" als Sinnbild für die Kraft des Ausharrens und als Zeichen der Verbundenheit mit Springe. Dieses Geschenk ließ der Geschäftsführer Johannes Anders von einem kleinen Mädchen überreichen.
Landrat Lichtenberg Landrat Saint Paul
Übergabe der Patenschaftsurkunde von Landrat Lichtenberg (Springe) an Landrat Saint Paul
Saint Paul mit Wappen der HKG
Übergabe des Wappens der Heimatkreisgemeinschaft von Landrat Saint Paul an Landrat Lichtenberg
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