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Militsch-Trachenberg-blau

Rückblick

Patenschaftsurkunde (2)
Der Patenschaftsschrein in der Heimatstube im Museum auf dem Burghof in Springe
Patenschaftsurkunde
Im Patenschrein befindet sich die Patenschaftsurkunde

Nach der Besiegelung der Patenschaft 1957 zwischen dem Landkreis Springe und der Heimatkreisgemeinschaft Militsch-Trachenberg begann anschließend die  eigentliche Patenschaftsarbeit.

50.000 Schlesier aus dem Kreis Militsch Trachenberg wurden Patenkinder des Landkreises Springe.

Für die Durchführung der Patenschaften gab es ein Info Heft von Dr. Heinrich dem Bundesreferenten für Patenschaften seit 1.12.1955.  Nach der Übernahme der Patenschaft sollten folgende Aufgaben von schlesischer Seite ins Auge gefasst und in überlegter und langsamer Zusammenarbeit mit dem Träger der Patenschaft verwirklicht werden. Am 15.12.1954 sind zwischen dem Verband der Landsmannschaften und der Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände „ Richtlinien für die Übernahme von Patenschaften über ostdeutsche Gemeinden und Landkreise“ aufgestellt worden die auf 15 Punkten fußen. Diese wurden am 10.8.1953  im Rundschreiben Nr. 15 veröffentlicht. Die Patenschaftsarbeit der kommunalen Patenschaftsträger in Niedersachsen wird im Sinne dieser Richtlinien durchgeführt.

Einzelmaßnahmen gemäß den Richtlinien für Patenschaften:

  1. Anlage einer Heimatkartei
  2. Verankerung von Schlesiern im Patenkreis in den verschiedenen Verwaltungen
  3. Beteiligung am Heimatkalender des Patenkreises durch Beiträge aus der schlesischen Heimat .
  4. Schlesische Heimatfahne – am besten weiß-gelbe Schlesierfahne mit Wappen der schlesischen Stadt oder des Kreises gegebenenfalls mit Namen.  
    Zeigen der Fahne bei allen festlichen Gegebenheiten, neben der Fahne des westdeutschen Patenkreises.
  5. Namensgebung von Straßen und Plätzen zum Festhalten schlesischer Begriffe
  6. Aufbau einer Heimatstube zur Sammlung alles erreichbaren Kulturgutes des schlesischen Heimatkreises

Nach Erreichung der vorgenannten 6 Punkte, die die Dringlichkeitsstufe 1 haben sollten, sind folgende Aufgaben zu nennen, wobei die Zusammenstellung keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat.

   7. Veranstaltung von periodischen Treffen der Vertriebenen

   8. Schaffung von Lichtbildserien und sonstigen Bildmaterials vom ostdeutschen Heimatkreis für den Schulunterricht.

   9. Preisausschreiben im Schulunterricht

 10. Organisierung der Betreuung und Verschickung von Kindern, Waisen und altersschwachen  Personen aus dem schlesischen Heimatkreis

 11. Förderung von Künstlern, Studenten und Schülern des schlesischen Heimatkreises

 12. Vermittlung von Ferienaufenthalten von Kindern von Heimatvertriebenen bei einheimischen Familien

 13. Schaffung von Gedenkstätten durch Mahnmale und Gedenkstätten

 14. Förderung des Verständnisses und des Bewußtseins für die Kultur der ostdeutschen Gebiete

 15. Beratung der Bücherei bei der Beschaffung von Buchmaterial der ostdeutschen Gebiete

Zur weiteren Kontrolle forderte die Ostdeutsche Forschungsstelle in Dortmund Rheinlanddamm 203 in Rundschreiben z.B. vom 15.4.1960 mit einem Fragenkatalog zur Mitteilung der Ergebnisse der bisherigen Patenschaftsarbeit aufzuzeigen.

Seit 1957 werden von der Heimatkreisgemeinschaft Militsch-Trachenberg die alle 2 Jahre stattfindenden Bundestreffen der Militsch-Trachenberger in Springe organisiert und durchgeführt. Heimatgefühl und Verbundenheit mit den schlesischen Landsleuten waren und bleiben Sinn unserer Gemeinschaft.

So wurden seinerzeit Rentnern durch Freiquartiere und Beihilfen die Teilnahme an diesen Treffen ermöglicht. In den 60 /70 Jahren wurden Paket- und Päckchenversand in die DDR organisiert. Daran beteiligte sich der Pate,Teile der Bevölkerung und auch die Schulen. 1961 – 1966 sind jährlich bis zu 1.600 Sendungen nach „drüben“ auf den Weg gebracht und listenmäßig erfasst worden. Der Versand von Weihnachts- und Osterpaketen -allerdings in geringerem Umfang- wurde bis 1990 durchgeführt. Die Anschriften für Gruß- und Briefsendungen wurden in der nur im Westen 1953 erschienenen Heimatzeitung veröffentlicht.

saint paul fahne
1958 Treffen an der Springer Turnhalle
Fahne (4)
die neue Kreisfahne wurde gehisst und es erfolgte die Übergabe an den Patenkreis
Eröffnung Ehrenschreineinweihung
1960 Einweihung der Ehrentafel für die Toten der Ehemaligen Ostlandschule in MIlitsch
Ehrenschrein von außen
Die Ehrentafel
Ehrenschrein (2)
Die Ehrentafel befindet sich jetzt in der Heimatstube

1962 wurde das Ehrenmal in Springe enthüllt. Weiterhin wurden einige Straßen in Springe entsprechend des vierten von den fünfzehn Punkten benannt.

Militsch-Tra. Straße
Die Einweihung der Militsch-Trachenberger Straße in Springe
Das Straßenschild der Prausnitzer Straße
Das Straßenschild der Sulauer Straße

1965 erschien das Heimatbuch „ Der Kreis Militsch-Trachenberg an der Bartsch“. Dieses Heimatbuch, welches ab 1965 mit Unterstützung des Landkreises und später der Region mit einer Auflage von ca. 2000 Stück herausgekommen war -es wurde 3 mal nachgedruckt- ist unsere neuzeitliche Chronik. 2012 wurde diese auch ins polnische übersetzt und ist seitdem Pflichtlektüre an den höheren Schulen in Militsch und Trachenberg.


1967 wurde die Heimatstube im Museum Springe eröffnet.

Die alle 2 Jahre durchgeführten Heimattreffen verliefen mit großer Beteiligung der Springer Bevölkerung erfolgreich. Die Teilnehmerzahlen waren bis zur Wende, auch dank der Rentner aus der DDR groß, die Halle im Otto-Hahn-Gymnasium war immer gut gefüllt.

Am 4.Mai 1986 wurde auf dem Burghof in Springe – an einem wunderschönen und prächtig dafür geeigneten Platz- ein etwa 1 Meter hohes Eichenstämmchen gepflanzt.

In der  „Neuen Deister-Zeitung“ vom 1.2.1986 wird von einer öffentlichen Sitzung des Ortsrates Springe u.a. berichtet: „Grünes Licht“  gab es letztendlich, was  ´Verschönerungen in der Kernstadt  betraf´, für das Begehren der Heimatkreisgemeinschaft Militsch-Trachenberg, in der Kernstadt eine Eiche zu pflanzen.

Dr. Stahr der 2. Vorsitzende und Geschäftsführer der Heimatkreisgemeinschaft, bat in einem Schreiben um die Zuweisung eines Platzes auf dem Grundstück der Stadtverwaltung Springe. Der Ortsrat Springe befürwortete eine ´Militsch-Trachenberger Eiche´. Sie könnte in der Nähe der Oskar-Musial-Linde gepflanzt werden.

Das es zu diesem weiteren Brückenschlag zwischen Springe und unserer schlesischen Heimat kommen wird, ist Angehörigen der Familie Seidel, Berghof, zu verdanken / war die Anmerkung der Redaktion.(Militsch-Trachenberger Kreis-und Stadtblatt 4/86 S.6 )

Beim Heimatkreistreffen in Springe im Juni 1986 fand man sich um 11.00 Uhr auf dem Burghof ein. Einen wunderschönen und prächtig dafür geeigneten Platz hatte uns die Stadt Springe in dankenswerter Weise dort zur Verfügung gestellt. Dort war bereits am 4. Mai ein etwa 1 Meter hohes Eichenstämmchen gepflanzt worden. Ein Termin, der für ein solches Vorhaben besser geeignet ist als die Mitte des Juni es gewesen wäre.

Nach kurzer Ankündigung dessen, was nun geschehen sollte, durch Graf von Hatzfeldt, übernahm Walter Seidel das Wort.

Eiche (2)
Walter Seidel, Wilfried Stahr und Edmund Graf von Hatzfeld pflanzen die Eiche auf dem Burghof
Eiche 2019
Die Eiche im Jahre 2019

Hierzu berichtete beim 16. Heimatkreistreffen im Juni 1986 Herr Walter Seidel, dass vor einigen Jahren 7 Eichen Sämlinge von einer Reise aus Trachenberg mitgebracht worden seien. Sorgsam wurden sie in den Jahren danach gehegt und gepflegt und wuchsen so inzwischen zu recht stattlichen Bäumen heran. Einer dieser Sämlinge sei nun hier eingepflanzt worden. Sie stammen von jener Eiche, die 1838 anläßlich der Geburt des Prinzen Stanislaus von Hatzfeld gepflanzt worden waren. Unter Hinzufügung auch aus der Heimat mitgebrachter Erde vollzog nun im Rahmen des stattfindenden Treffens Edmund Graf von Hatzfeld die symbolische Pflanzung. Damit gab es auf dem Burghof in Springe eine weitere Stätte der Erinnerung an unsere Heimat und ist damit für uns ein Ort der Erinnerungen geworden

Danach ab 1990, als in Deutschland und Osteuropa die Grenzen fielen, kamen neue Aufgaben hinzu. Zunächst wurden in der ehemaligen DDR, wo nach dem Krieg die Masse der ehemaligen Bewohner des Kreises Militsch-Trachenberg angesiedelt worden sind, Heimattreffen veranstaltet, die zuvor verboten waren. Seitdem treffen sich in Sachsen jedes Jahr bis zu 2000 Heimatfreunde.

Nach der Wende in Sachsen und Thüringen, wo die meisten unserer Kreisbewohner wohnten fanden dann  auch örtliche Treffen auf Initiative der damaligen Geschäftsführer Dr. Wilfried Stahr und Karl Heinz Gärtner statt. Das erste Treffen wurde 1991 in Markkleeberg organisiert und es kamen ca 2000 Besucher.

1991 Markkleeberg Stahr bei VorbereitungenIMG_20200205_0001
Dr. Wilfred Stahr und seine Frau bei den Vorbereitungsarbeiten am Ortsschild
Markkleeberg Juni 1991
... und als die ersten Heimatfreunde eintreffen.

Nach anfänglichen privaten Kontakten ergaben sich im Laufe der Jahre durch Schüler der ehemaligen Ostlandschule in Militsch, heute Liceum auch offizielle Kontakte, die ab 1994 zu den ersten Schulpartnerschaften zwischen dem Otto-Hahn-Gymnasium in Springe und dem 1 Liceum in Militsch geführt haben.

Seit 1995 besuchen sich die Schülerinnen und Schüler beider Schulen, sie werden jeweils von polnischen und deutschen Gasteltern aufgenommen. Dieser Schüleraustausch findet auch heute noch statt. Weitere Schulpartnerschaften sind durch die Mithilfe der Heimatkreisgemeinschaft zwischen Schulen aus Freyhan/Cieszkow und Trachenberg/Zmigrod mit entsprechenden Bildungseinrichtungen in Groitzsch und Karlsruhe-Grötzingen entstanden.

Die Ostlandschule damals
heutiges Liceum

Am 19 . September 1998 wurde in Militsch gemeinsam das Jubiläum „70 Jahre Ostlandschule“  im heutigen 1.Liceum gefeiert. Mit fast 100 Teilnehmern waren wir aus Deutschland vertreten. Bei der offiziellen Veranstaltung, an der auch der Springer Oberstadtdirektor Clemens Hons teilnahm, wurden auch die ersten Kontakte zu polnischen Kommunalpolitikern hergestellt.

2003 wurde die 750 Jahrfeier in Trachenberg gemeinsam mit großer Beteiligung aus Deutschland gefeiert. Zu diesem Jubiläum ist von der Heimatkreisgemeinschaft unter der Federführung von Hubert Kudoke eine Festschrift herausgebracht worden.

2004 fand das 25. Bundestreffen in Springe statt. Die Einladung polnischer Kommunalpolitiker nach Springe war der Beginn noch engerer Kontakte.

Während der Gegeneinladung durch den Militscher Bürgermeister   ( noch im gleichen Jahr) wurden mit den Bürgermeistern von Militsch, Freyhan und Trachenberg  erste Vereinbarungen getroffen  auf den alten evangelischen Friedhöfen bzw. Schloßpark Gedenksteine für unsere Toten aufzustellen.

Es folgte das Aufstellen von Gedenksteinen -mit zweisprachigen Gedenktafeln- für unsere Toten in den 5 Großgemeinden des Kreises Militsch-Trachenberg. Diese wurden von den örtlichen kirchlichen Vertretern und einem evangelischen Geistlichen aus Deutschland, dessen Eltern aus Althammer-Militsch stammten, eingeweiht.

26.Juli 2005 fand die Einweihung des Gedenksteins für unsere Toten in unserer Heimat auf dem städtischen Friedhof in Militsch statt.

26.Juli 2005 Einweihung des Gedenksteines für unsere Toten im ehemaligen Schloßpark des Grafen von Pückler in Freyhan/Cieszkow

27.Juli 2005 Einweihung des Gedenksteines für unsere Toten auf dem evangelischen Friedhof in Trachenberg/Zmigrod

27.Juni 2006 Einweihung der Gedenktafel für unsere Toten an der Melchiorkapelle der katholischen Kirche in Prausnitz/Prusice

7.September 2007 Einweihung des Gedenksteines für unsere Toten im ehemaligen Schloßpark der Grafen v.d.Recke-Volmerstein in Kraschnitz/Krosnice

gedenksteine
Buch 2007 Altranstädt

Am 8.September 2007 fand ein ökomenischer Gedenkgottesdienst in der Gnadenkirche in Militsch statt an dem mehr als 200 Gäste aus Deutschland teilnahmen. Anlaß war das 300- jährige Gedenken der Altranstädter Konvention, die die Voraussetzung zum Bau von 6 Kirchen für die evangelischen Christen in Schlesien war. Eine dieser sogenannten Gnadenkirchen steht in Militsch und ist heute die Kirche der römisch-katholischen Gemeinde des heiligen Andreas von Bobolin.

Am 27.-29.Juli 2008 ergab sich das nächste große deutsch/polnische Projekt beim 27. Bundestreffen in Springe. Wieder war eine polnische Delegation zu Gast, der Landrat und die fünf Bürgermeister – meist die Nachfolger der Gruppe von 2004. Sie besuchten auch die gleichzeitig im Museum eröffnete Ausstellung „Flucht, Vertreibung, Neuanfang“, an der auch die Heimatkreisgemeinschaft mit Beiträgen beteiligt war. Die polnischen Gäste waren von der Ausstellung und dem Thema so beeindruckt, dass sie den Wunsch äußerten, diese Ausstellung in Polen in ihren Gemeinden zu zeigen. Wir waren sehr überrascht, aber auch erfreut, dass dieses Thema in Polen so einen Anklang fand und haben diese Ausstellung auf unseren Wunsch hin erweitert, sie wurde zweisprachig. Gleichzeitig sollte das Schicksal der Menschen, die heute in unserer Heimat wohnen und auch aus Ostpolen vertrieben bzw. umgesiedelt wurden in diese Ausstellung mit aufgenommen werden.

Flucht vertreibung Neuanfang

Am 19.März 2009 kam der Militscher Landrat Piotr Lech mit einer kleinen Delegation zu einem Kurzbesuch nach Springe. Anlaß war die Besichtigung der Militsch-Trachenberger Heimatstube und ein Gespräch mit dem Vorstand der Heimatkreisgemeinschaft über ein gemeinsames Buch über den Kreis Militsch. Von Springer und Militscher Seite wurde vereinbart, die guten Kontakte, die schon seit 15 Jahren zwischen dem Otto-Hahn-Gymnasium und dem 1. Liceum bestehen, weiter auszubauen. Für den Juni d.J. War ein Gegenbesuch in Militsch vereinbart worden.

Exodus des Bartschtales. 2sprachig
Am 29.Juni 2009 wurde die Ausstellung unter dem Namen „Exodus des Bartschtals, Flucht, Vertreibung,Neuanfang“ in Militsch eröffnet und anschließend in 6 polnischen und 6 deutschen Ausstellungsorten mit ca 20.000 Besuchern gezeigt.
300 Jahre Gnadenkirche

Am 25.Mai 2014 fand das Jubiläum zur Einweihung der Militscher Gnadenkirche vor 300 Jahren statt. Mit fast 500 Besuchern, davon ca 100 aus Deutschland wurde im ökomenischen Gottesdienst das Ereignis gefeiert. Von deutscher Seite wirkten am Programm Graf Maltzen als letzter Patron der Gnadenkirche, Martin Pennewiß als Sohn des letzten Pfarrers der Gnadenkirche und Hans Joachim Nitschke als Vorsitzender der Heimatkreisgemeinschaft Militsch-Trachenberg mit.

Auf privater Ebene, aber mit organisatorischer Unterstützung durch die Heimatkreisgemeinschaft hat der Trachenberger Heimatfreund Werner Baum eine Sammelaktion für das „Schandemänndl“ gestartet. Der große Ring in Trachenberg wurde bis 2014 auch mit EU- Geldern neu gestaltet. Werner Baum  -der frühzeitig hiervon Kenntnis hatte-  schlug dann vor,  auch das zum Kriegsende zerstörte Schandemänndl wieder aufzubauen, diese Idee wurde von der Stadt Trachenberg dankend angenommen.  Neben seiner Spendensammlung die einige tausend Euro erbracht hatte, konnte Werner Baum seinerzeit auch – die inzwischen verstorbene- Frau Krauße für sein Projekt gewinnen. Sie hatte spontan einen Geldbetrag zugesagt, der dann von ihrer Stiftung bereitgestellt wurde. Das Schandemänndl (Pranger), so nannten es die Trachenberger – es stand am Großen Ring in Trachenberg/Zmigrod , bis es im Januar 1945 russische Panzer zerstörten. Es wurde nach einer Kopie im alten Muster wieder hergestellt und aufgebaut und steht nach 72 Jahren und langer Planung wieder an der gleichen Stelle am Großen Ring . Durch die Initiative und Spende von Werner Baum, den zusätzlichen Spenden der Krauße-Stiftung, Helmut Lietsch und ehemaliger Trachenberger,  konnte das Aufstellen des Schandemänndls am 8.12.2017 erfolgen.

 Fazit:

Wir können heute rückblickend sagen, dass wir in den vergangenen Jahren in unserer Heimat unsere Spuren hinterlassen haben. Dazu gehören unter anderem die Erinnerungstafeln für deutsche Verstorbene, die finanzielle Unterstützung des Militscher Krankenhauses und der Militscher Gnadenkirche. Nicht nur in unserer Heimat, sondern auch in unserer Ersatzheimat wurden Zeichen unserer Herkunft und unseres Schicksales errichtet. Durch die Patenschaft ist Springe zur zentralen Begegnungsstätte der Militsch-Trachenberger geworden, hier haben sie sich seitdem alle 2 Jahre getroffen. Mit der im Museum eingerichteten Heimatstube und dem auf dem Burghof errichteten Ehrenmal, sowie der in heimatlicher Erde gepflanzten Eiche auf dem Burghof in Springe, haben wir uns auch hier ein Denkmal gesetzt.


Die Heimatkreisgemeinschaft Militsch-Trachenberg gehört heute zur Springer Stadtgeschichte. Ein eigenes Büro gibt es zwar nicht mehr, aber der Sitz der Heimatkreisgemeinschaft ist nach wie vor in Springe. Diese rückblickende Zusammenfassung soll aufzeigen welch ein umfassendes Arbeitsgebiet sich hinter einer Patenschaft verbirgt und gleichzeitig verdeutlichen welche Leistungen in den vergangenen Jahrzehnten vollbracht wurden um dieser Patenschaft gerecht zu werden. Es ist das Anliegen der Heimatkreisgemeinschaft Militsch-Trachenberg, die Erinnerung an unsere Heimat und an die Menschen die dort gelebt haben, aufrecht zu erhalten. Die jetzigen Verantwortlichen der Heimatkreisgemeinschaft sind bemüht das Erbe der Menschen aus dem ehemaligen Kreis Militsch-Trachenberg zu erhalten und späteren Generationen zugänglich zu machen. Das weitere Bemühen liegt darin die im Laufe der Jahre entstandenen Deutsch – Polnischen Beziehungen und die daraus entstandenen Freundschaften weiter zu intensivieren und zu pflegen. Und vor allem die nachwachsende Generation unserer Nachkommen dafür zu sensibilisieren wie wichtig und wohltuend diese entstandenen Verbindungen sind. Wir sind auf einem guten Weg. Der Schüleraustausch hat viele Freundschaften entstehen lassen und es ist zu beobachten, dass die jüngere Generation durch weitere derzeit stattfindende Aktivitäten z.B. Friedhofsaufräumungen zusammen mit polnischen Jugendlichen in der alten Heimat weiter zusammenwächst.

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